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Sicher-Stark-Organisation klärt Eltern und Fachkräfte an Grundschulen und Kitas über Kindesmissbrauch auf

Eltern und Fachkräfte an Grundschulen und Kitas

Aufklärung über Kindesmissbrauch

Sexueller Missbrauch - Kommission erschüttert über das Ausmaß

Sie werden als Kinder sexuell missbraucht, doch niemand glaubt ihnen und niemand hilft. Das ist ein erstes, erschütterndes Ergebnis der Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs.

Johannes-Wilhelm Rörig, der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, beklagt neuerdings wieder einen weitverbreiteten Trend zum Wegsehen. 

Rörig beklagt seit Langem, dass die Zahl der Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch bisher nicht zurückgegangen ist. „Wir haben eine ungebrochen hohe Fallzahl. Jedes Jahr gibt es mehr als 12.000 Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Das Dunkelfeld ist noch sehr viel größer“, so Rörig.

Zuletzt war es ein Fall in Lübeck, der bundesweit Aufmerksamkeit erregte. Stunden nach ihrem Verschwinden, informierte ein Mädchen ihren Vater per SMS, dass sie auf dem Schulweg entführt worden sei. Dann brach der Kontakt ab. 50 Beamte suchten nach der 17-Jährigen. In einem anderen Fall vergewaltigte ein Vater seine Tochter mehrfach gemeinsam mit einem anderen Mann. Den Missbrauch an dem sich verzweifelt wehrenden und vor Schmerzen schreienden Kind zeichneten sie mit Handykameras auf, um die Videos im Internet zu verbreiten. 

Doch was ist mit dem missbrauchten Kind?

Schutz vor sexuellem Missbrauch

Vor diesem Hintergrund hat es sich die Sicher-Stark-Organisation zur Aufgabe gemacht, Grundschulen und Kitas in Deutschland mit den richtigen Tipps aufzuklären. Es werden viel zu oft Flyer von der Bundesregierung oder den Polizeidienststellen oder Familienberatungsstellen verteilt, die nicht zielgruppengerecht sind, berichten die Präventionsexperten von Sicher-Stark. Auch viele Präventionsprogramme sind nicht geeignet, um Grundschulkinder effektiv vor Übergriffen zu schützen. Die Sicher-Stark-Organisation hat sich vor über 15 Jahren auf die Primarstufe spezialisiert. Wenn Vorträge und Informationsabende bei den Eltern mit dem Präventionskonzept an Hauptschulen, Grundschulen, Realschulen oder Gymnasien abgehalten werden, werden sehr oft falsche Informationen vermittelt, weiß Ralf Schmitz. 

Ralf Schmitz, Präventions- und Missbrauchexperte, der seit 20 Jahren ausschließlich an Grundschulen aktiv ist, hat sich bereits spezialisiert, um Eltern, Kindern und Lehrkräften mehr Sicherheit und vor allem die richtigen Tipps mit auf den Weg zu geben. Leider achten zu wenige Eltern auf Qualitätsmerkmale und sollten das Schulangebot kritisch prüfen.

Schnell werden ein paar Selbstverteidigungstipps, die eigentlich nur für die Sekundarstufe hilfreich sind, den Eltern in der Primarstufe an die Hand gegeben und dann wundert man sich, warum die Prävention an der Schule nicht funktioniert. Hauptsache es handelt sich um einen „Vortrag gegen Missbrauch“ und der Lehrplan wurde eingehalten. Auch Flyer von der Polizei sind nicht immer zielgruppengerecht geschrieben, berichtet Schmitz, sondern umfassen eine viel zu große Altersspanne. 

Es wäre wünschenswert, dass eine Spezialisierung auch im Bereich des Kindesmissbrauchs an den Schulen stattfindet, denn ein 16-jähriges Mädchen hat ganz andere Bedürfnisse und Probleme, als ein 7-jähriges Kind. 

Die Präventionsangebote und -konzepte müssen zielgruppengerechter werden.

Oft werden falsche Beratungen in den Schulen durchgeführt und falsche Strategien an die Eltern vermittelt. 

Prävention im Vorfeld ist viel wirkungsvoller als Therapie im Nachhinein, weiß Schmitz zu berichten. Denn jedes Kind, was missbraucht wird, ist ein Kind zu viel. 

Er ist seit 20 Jahren an den Grundschulen unterwegs und hält immer wieder Vorträge und Workshops zu diesem sensiblen Thema. 
Schmitz berichtet, dass 75 Prozent der Täter aus der eigenen Familie oder dem näheren Umfeld kämen. Lediglich 25 Prozent seien sogenannte Fremdtäter. Kinder könnten vor Missbrauch und Gewalt geschützt werden, wenn sie darin gestärkt würden, ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu kennen und zu akzeptieren. Ebenso ist es wichtig, frühzeitig das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken und das „Nein sagen“ mit den richtigen Methoden zu trainieren.

Auch das Akzeptieren von Schamgrenzen und das Unterscheiden von „guten“ und „schlechten“ Geheimnissen sei bei Kindern von großer Bedeutung, berichtet der Missbrauchsexperte Ralf Schmitz . Beim Schutz vor Fremdtätern komme hinzu, Kinder zur Wachsamkeit anzuleiten und das am besten durch realitätsbezogene Rollenspiele, so wie es die Sicher-Stark-Organisation seit 15 Jahren in Grundschulen mit großem Erfolg praktiziert. Über 4000 Grundschulen haben bereits an dem Präventionsprogramm teilgenommen. 

Außerdem sollten stets verlässliche Absprachen mit den Lehrerinnen, Lehrern und Eltern getroffen werden. Hier hilft das Sicher-Stark-Familienpasswort.

Auch die Vernachlässigung von Kindern sei ein Risikofaktor, so der Missbrauchsexperte Schmitz, da vernachlässigte Kinder gefährlichen Kontakten gegenüber tendenziell offener seien. Pädophile haben da ein leichtes Spiel, denn sie kennen die Wünsche und Hobbys der Kinder sehr gut und schenken ihnen mehr Aufmerksamkeit als die eigenen Eltern. 

Anzeichen für Übergriffe könnten untypische Verletzungen sowie plötzliche Verhaltensänderungen sein. Dazu gehören zum Beispiel Panikattacken, Angstgefühle, Lustlosigkeit oder ein Waschzwang. 

Spätestens in diesen Fällen sollten Eltern aufmerksam werden und ihren Kindern Gehör schenken. Im Verdachtsfall sollten Eltern Rat bei psychologischen und juristischen Fachleuten suchen.

Auch manche Polizeidienststellen in Deutschland bieten geschultes Personal an.

Fragen Sie danach. 

Vorbeugende Präventionskurse und Kinderschutztrainings bietet die Sicher-Stark-Organisation in ganz Deutschland an. In allen sozialen Netzwerken ist Sicher-Stark seit Jahren vertreten. 

 Gewaltprävention in Kita und Grundschule nimmt zu! 

 Schon mehr als 10.000 GrundschullehrerInnen im Sicher-Stark-Programm ausgebildet / Weitere Unterstützer / Sponsoren werden gesucht! 
 Das Grundschulpräventionsprogramm von "Sicher-Stark" hat in den letzten 15 Jahren mehr als 10.000 Grundschullehrer ausgebildet und erreicht damit schon jetzt circa 4.000 Grundschulen.

Sponsoren haben die Möglichkeit, nicht nur Kinder stark zu machen, sondern einen Beitrag für die Sicherheit und Schutz unserer Kinder zu liefern. Jetzt haben weitere Krankenkassen angekündigt, ihr Engagement zur Gesundheitsförderung von Kindern zu erweitern. 

Ziel ist es, Gefahrenerkennung und Gefahrenvermeidung zu fördern und die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren zu stärken und so vorbeugend gegen Gewalt im Jugendalter zu wirken. 

Deshalb werden die Sicher-Stark-Kurse auch bereits in der Kita ab fünf Jahren angeboten und die Grundschulen führen sie fort. Die Krankenkassen sind sich einig dass eine frühzeitige Förderung der psychischen Gesundheit wichtig bei den Kindern ist. 

Die Sicher-Stark-Fachkräfte die aus Psychologen, Therapeuten, Doktoren Polizeibeamten bestehen, führen die jeweiligen Schulungsmaßnahmen dann vor Ort mit den ErzieherInnen, Lehrkräften, Eltern und Kindern durch. 

Mut tut gut-Kurse helfen Kindern!

Das Präventionsprogramm beinhaltet mehrere Maßnahmen und fußt auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Kinder bereits früh Kompetenzen und Verhaltensweisen entwickeln, die spätere Risiken wie Gewalt beeinflussen. Daher zielt es vor allem darauf ab, schon in der Kita und Grundschule erste Verhaltensauffälligkeiten zu reduzieren und sozial-emotionale Kompetenzen und ein Miteinander zu stärken. Die Kinder lernen zum Beispiel, mit Gefühlen umzugehen oder auch Streit untereinander zu vermeiden oder üben in realitätsbezogenen Rollenspielen das richtige und angemessene Verhalten.

Gerade in der Grundschule sind soziale Regeln äußerst wichtig, um an den weiterführenden Schulen das Gelernte umzusetzen. Wenn Kinder es in der Primarstufe nicht umsetzen, ist es meistens zu spät und die Gewalt hat schlimme Folgen. 

Schulleitung, Lehrer und Lehrerinnen sind Schlüsselpersonen

Die Schulleitung und das Lehrpersonal erhalten zunächst eine Fortbildung und führen die Inhalte dann dauerhaft in ihren Grundschulen ein. 
Die Sicher-Stark-Experten führen im Anschluss zudem eine Kinder- und Elternschulung durch, denn Prävention macht nur Sinn, wenn alle Beteiligten daran teilnehmen.

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