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Ferien-Spielstadt Mini-München

19. Spielstadt INTERNATIONAL

MINI-MÜNCHEN

30.07.2018 bis 17.08.2018

Mini-München – die kleine Stadt in den Sommerferien

Die Spielstadt Mini-München ist Münchens größtes Ferienangebot. Einfache Regeln und ein inszenierter Stadt- und Spielraum setzen über drei Wochen ein differenziertes Spielgeschehen in Gang, das von Kin-dern und Jugendlichen zwischen 7 und 15 Jahren aufrecht erhalten wird. Erwachsene vermitteln Anregungen, geben Hilfestellungen und spielen mit


Zum Mitmachen bedarf es keiner Anmeldung.

Über Anfang und Ende des Spiels und wie sie mit- spielen, entscheiden die Kinder selbst. Sie arbeiten, studieren, verdienen Geld, konsumieren, gestalten die Politik oder flanieren als aufmerksame Betrachter*innen durch Mini-München.


Stadt als Thema und pädagogische Inszenierung

Mini-München ist eine temporäre Modell-Stadt für Kinder, die Einrichtungen und Prozesse einer realen Stadt aufgreift und abbildet. Das zentrale Thema von Mini-München ist Stadt; wie funktioniert das Leben in einer Stadt, wie arbeitet ihre Administration, wie sind die kommunale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum organisiert? Die Spielstadt stellt das Alltagsleben einer realen Stadt auszugsweise nach und organisiert es so, dass es für Kinder zugänglich wird. Das trifft sowohl für die strukturellen Elemente und Einrichtungen der Stadt zu wie für deren räum- lichen Arrangements und ihr Personal – die Realität der großen Stadt verbindet sich mit der Spielstadt und umgekehrt – getragen von der Imaginationskraft der Kinder. Die Verbindung dieser beiden sonst strikt getrennten Realitäten macht den pädagogischen Ansatz der Spielstädte so einzigartig und bildet ein offenes Lernenvironment, in dem sich Wissens- und Kompetenzerwerb mit Faszination und Spaß und verbinden lassen. Didaktisch gesprochen: Spielen und Lernen sind in der Spielstadt produktiv miteinander verknüpft. Die Spielstadt ermöglicht in ihrem Bezugs- rahmen und mit der Anordnung von Personen, Material, Räumen und Zeitvorgaben sowohl non-formale wie informelle Lernprozesse und versteht sich als offener Lernraum für Kinder. Die ausdifferenzierten Aktionen, Bewegungen und Entscheidungen der vielen

Mitspieler*innen imitieren nicht nur die große Stadt, sie kreieren eine eigene, koproduzierte, temporäre „städtische“ Realität. Die Kinder übernehmen die Spielrollen und regulieren die Dynamik ihrer Voll- züge sowie der Beziehungen untereinander: Sie werden Bürgermeister*in, Gärtner*in, Taxifahrer*in, Journalist*in, Hochschullehrer*in und kümmern sich um den anfallenden Müll. Sie behandeln soziale, wirtschaftliche und politische Fragen, organisieren Wahlen und Märkte, mehrsprachige Beschilderun- gen, Versammlungen, Feste oder Kleidertauschakti- onen. Über 65 verschiedene Bereiche stehen ihnen dazu zu Verfügung:

Rathaus, Handwerksbetriebe, Universität, Bank, Ar- beitsamt, Kunstakademie, Theater, Kino, Radio, Zei- tung, Fernsehen, Markt und Gasthaus, Busunternehmen, Gärtnerei, Müllabfuhr und Bauhof, Straßen und Plätze, Botschaften und viele andere mehr. Auf Wunsch der Kinder in der Planungswerkstatt Mini-München kommen immer mal welche dazu, manche fallen weg. Die Kinder organisieren sich als eigenständige Beobachter und Akteure und strukturieren ihren Spieltag anhand von Interessen, Ereignissen, Erlebnissen, Herausforderungen und sozialen Beziehungen. Wochen vor Beginn des realen Stadtspiels und noch lange danach entfaltet die Spielstadt bei den Kindern ihre phantasiestiftende Wirkung.


Die Spielstadt 2018 – Besonderheiten und Schwerpunkte


Der neue Ort.

Mini-München findet 2018 nicht wie gewohnt, in einer Halle mit angrenzendem Freigelände, sondern in Zelten statt, die auf dem Gelände der ehemaligen Event-Arena im Olympiapark aufgebaut werden. Container und von den Kindern selbstgebaute Stadtteile ergänzen das Stadtbild. Mini-München wird damit etwas „wetterfühliger“ als bisher. Auf entsprechende Kleidung ist bei einem Besuch zu achten.


Internationale Besucher*innen und Gäste.

Kinder und Jugendliche aus Luxemburg, der Slowa- kei, aus Tschechien, Österreich, Ägypten, Tunesien aus je eigenen Spielstädten gestalten das Haus International je für eine Woche.


Mini-München-Mitte.

Zum zweiten Mal in Folge können Interessierte auf dem Weg in die Spielstadt einen Zwischenstopp in der AkademieGalerie im U-Bahnhof Universität einlegen: Es gibt dort eine Ausstellung nebst Infozentrum mit Bezug zu vergangen wie zur aktuellen Spielstadt mit Plakaten, Transparenten, Magazinen.


Das Klimaschutzzentrum.

An anderer Stelle mögen Klimaschutzziele „geopfert“, nicht erreicht oder schlichtweg „vergessen“ werden. In der Spielstadt wird das Thema Klimaschutz nicht nur intensiv beforscht, es werden auch Handlungsmöglichkeiten erarbeitet, die sich direkt in der Spielstadt umsetzen lassen.


Die Spielstadt – Daten und Fakten

Die Spielstadt Mini-München gibt es in ihrer heu- tigen Form, nach einigen Vorläufern aus Pappkar- ton und Holz, seit 1979 und findet seit 1986 alle zwei Jahre statt. Sie bietet in ihren Einrichtungen und Werkstätten Arbeitsplätze und in ihrer Hochschule, den Forschungslaboratorien und der Kunstakademie Studienplätze an. Durch die flexible Zeiteinteilung in den Spielverläufen können bis zu 2500 Kinder und Jugendliche pro Tag teilnehmen. Sie werden von etwa 200 Erwachsenen (Pädagog*innen, Künst- ler*innen, Handwerker*innen, Berufsexpert*innen und Wissenschaftler*innen) betreut. Eltern und Gäs- te sind zeitbegrenzt mit einem Gäste-Visum willkommen, können in einem eigenen Café aber auch länger vor Ort verweilen. Etwa 40 Partnerorganisationen beteiligen sich und bereichern aktiv das Programm. 2016 besuchten über 32.000 Kin- der die Spielstadt, etwa 5000 Erwachsene erhielten ein Kurzzeitvisum. Die Spielstadt erstreckt sich über ca. 12.000 qm auf dem Gelände der ehemaligen Event-Arena und findet in Zelten und anderen temporären Bauten statt.

Die Finanzierung der Spielstadt wird zum Großteil aus städtischen Mitteln (Sozialreferat/ Stadtju- gendamt) und durch Beiträge von Sponsoren und Förderern finanziert.


Die Spielstadt – ein Modell

Die Spielstadt wurde als Bildungsprojekt weltweit für mehr als 200 Spielstädte Vorbild und Grundla- ge. Seit 2016 firmiert sie als Modell für “Innovative Practice in the fields of Culture and Education“* im Kontext des Europäischen Städteverbunds EUROCi- ties. Zwischen einigen Spielstädten gibt es intensive Austausch- und Besuchsprogramme, sogenannte „Botschaften“ auf Ebene der Kinder und einen regel- mäßigen Fachaustausch zwischen den erwachsenen

Akteuren, auch international.*http://nws.eurocities.eu/MediaShell/media/WD 04 - Inspiration toolkit.pdf, Seite 23 

Gute Ideen brauchen breite Unterstützung!

Wir sind der Überzeugung, dass die Teilnahme an der Spielstadt kostenlos bleiben soll, damit alle Kin- der und Jugendlichen uneingeschränkt am Spiel teil- nehmen können. Aus diesem Grund generiert die Spielstadt keine eigenen Einnahmen aus Eintritten. Mini-München braucht zur weiteren Ausdifferenzie- rung seiner Programmstruktur und Ausstattung der Werkstätten, wissenschaftlichen Labore und Ateliers zusätzliche Finanzmittel und Materialspenden. Für Sponsoren und Unterstützer bietet die Spielstadt ver- schiedene Möglichkeiten der Einbindung, z.B. durch den Erwerb eines Straßenschildes. Einzelpersonen können mit einer einmaligen Spende ab 50 Euro eine Spielstadt-Patenschaft übernehmen.

Informationen zu Kultur & Spielraum e.V. München

Der Verein entwickelt und organisiert kulturpäda- gogische Projekte für Kinder und Jugendliche. Der Aufgabenschwerpunkt liegt in den Bereichen außer- schulischer Kulturarbeit und offener Bildungsangebo- te. Der Verein betreibt im kommunalen Auftrag zwei Kinder- und Jugendkulturwerkstätten und organisiert Programmangebote zu unterschiedlichen Anlässen und an wechselnden Orten in der ganzen Stadt (Kul- turpädagogischer Dienst). Im Fahrenden Raum, dem Aktionsraum für Kinder, Jugendliche und Erwachse- ne (2015-2019) werden unter Einbeziehung aktuel- ler künstlerischer Positionen die Bedeutung und Rele- vanz unterschiedlicher kunstpädagogischer Vermittlungsansätze befragt.

Kultur & Spielraum e.V. ist außerdem für die Durch- führung zentraler und stadtweiter Kinder- und Ju- gendforen zuständig (Münchner Kinder- und Jugend- forum). Er ist koordinierend für den Landesverband Bayerischer Jugendkunstschulen und für den Kin- der-Kultur-Sommer München tätig und beteiligt sich an gesamtstädtischen Konzeptionsprozessen im Be- reich der kulturellen und politischen Bildung sowie der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Projektdoku- mentationen, Verlagspublikationen sowie Fortbildun- gen vermitteln die Praxis des Vereins an Fachpubli- kum und Interessierte.


Veranstalter und Ansprechpartner:

Vermittlungsansätze befragt.
Kultur & Spielraum e.V. ist außerdem für die Durch- führung zentraler und stadtweiter Kinder- und Ju- gendforen zuständig (Münchner Kinder- und Jugend- forum). Er ist koordinierend für den Landesverband Bayerischer Jugendkunstschulen und für den Kin- der-Kultur-Sommer München tätig und beteiligt sich an gesamtstädtischen Konzeptionsprozessen im Be- reich der kulturellen und politischen Bildung sowie der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Projektdoku- mentationen, Verlagspublikationen sowie Fortbildun- gen vermitteln die Praxis des Vereins an Fachpubli- kum und Interessierte.

Kultur & Spielraum e.V. München
im Auftrag der Landeshauptstadt München – Sozialreferat/Stadtjugendamt in Kooperation mit über 40 Partnern Projektleitung: Gerd Grüneisl, Albert Kapfhammer, Margit Maschek, Hansjörg Polster, Marion Schäfer
Presse/Sponsoring: Dagmar Baginski
Ursulastraße 5, 80802 München
Tel. 089 34 16 76, Fax 089 34 16 77 minimuenchen@kulturundspielraum.de
www.mini-muenchen.info


Veranstaltungsdetails:

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